Finanzmarktteilnehmer: Itzehoer Lebensversicherungs-AG [LEI: 391200NLGFNIFNXWRK83]
Zusammenfassung
Die Itzehoer Lebensversicherungs-AG berücksichtigt die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen ihrer Inves-titionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren. Bei der vorliegenden Erklärung handelt es sich um die konsolidierte Erklärung zu den wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren der Itzehoer Lebensversicherungs-AG.
Diese Erklärung zu den wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren bezieht sich auf den Bezugszeitraum vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024. Die Indikatoren basieren auf den Durchschnittswerten der Stichtage 31. März, 30. Juni, 30. September und 31. Dezember des jeweiligen Berichtszeitraums. Bei der Betrachtung wurden Marktwerte herangezogen. Die Überprüfung und Festlegung der wichtigsten nachteiligen Auswirkungen erfolgt jährlich im dritten Quartal und wird in der Kapitalanlagestrategie des folgenden Geschäftsjahres berücksichtigt.
Als Langfristinvestor schätzt die Itzehoer Lebensversicherungs-AG insbesondere die Nachhaltigkeitsfaktoren aus den Bereichen Umwelt und Soziales als besonders wichtig ein, da hier sowohl die größten Risiken für das Unternehmen als auch die größten Einflussmöglichkeiten mit den Anlageentscheidungen, den Trans-formationsprozess zu einer nachhaltigen und kohlenstoffarmen Wirtschaft zu unterstützen, gesehen werden.
Die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen umfassen:
- Treibhausgasemissionen,
- Verstöße gegen die Prinzipien des UN Global Compact und Verstöße gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen,
- Biodiversität
Beschreibung der wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren
Der Itzehoer Lebensversicherungs-AG ist der Umweltschutz sowie Maßnahmen, die den Aspekten wie Klima, Ressourcenknappheit sowie Artenschutz dienen, wichtig, wodurch auch der Ausstoß von Treibhausemissionen zu einem wichtigen Nachhaltigkeitsfaktor wird. Das Bestreben der Itzehoer Lebensversicherungs-AG ist es, die THG-Intensität in Bezug auf die Nettoeinnahmen zu verringern. Hierfür streben wir an, in Kapitalanlagen mit möglichst geringen Treibhausgasemissionen zu investieren sowie die Transformationsprozesse zu einer emissionsarmen Wirtschaft zu unterstützen. Die Reduktion von Treibhausgasemissionen in den Investments wird durch den Ausschluss von Sektoren bzw. Unternehmen, die für intensive Treibhausgasemissionen sorgen, erreicht. Dazu wurde eine Reihe an Ausschlusskriterien definiert, die Investitionen in Unternehmen mit einem hohen Umsatz in Bereichen der Kohleförderung bzw. Kohleverstromung vermeiden sollen.
Weitere Ausschlusskriterien setzt die Itzehoer Lebensversicherungs-AG auf Soziales und Beschäftigung, die Achtung der Menschenrechte und die Prävention von Korruption. So schließt die Itzehoer Lebensversicherungs-AG zunächst bei Investitionen in Unternehmen die kontroversen Geschäftspraktiken aus. Dies bezieht sich auf schwerwiegende oder problematische Verstöße gegen die Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) inkl. Kinderarbeit und Zwangsarbeit sowie auf Verstöße gegen Menschenrechte, Umwelt-schutz oder Korruptionsbekämpfung. Darüber hinaus werden Investitionen in Unternehmen ausgeschlossen, die mit Suchtmitteln (Alkohol, Tabak, Glücksspiel und Pornografie) einen nicht tolerierbaren Umsatzanteil erzielen.
In den Investmentprozessen der Itzehoer Lebensversicherungs-AG werden die wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen einer Investition auch in Bezug auf ein Engagement in der Herstellung und Verbreitung von kontroversen Waffen berücksichtigt. Dies führt zum Ausschluss von denjenigen Unternehmen, die nicht tolerierbare Umsatzanteile mit der Herstellung und/oder dem Handel mit Rüstungsgütern bzw. mit kontroversen und geächteten Waffen erzielen.
Bei den Kapitalanlageentscheidungen der Itzehoer Lebensversicherungs-AG werden ökologische, ökonomische und soziale Kriterien beachtet. Neben den bereits beschriebenen Kriterien werden bei den Investitionen in Unternehmen auch diejenigen ausgeschlossen, die nicht tolerierbaren Umsatzanteile mit kontroverser Gentechnik, nicht medizinisch notwendigen Tierversuchen sowie Fracking und Teersand erzielen. Bezogen auf die Investition in Staaten ist es dem Unternehmen wichtig, dass grundlegende ethische Aspekte zweifellos eingehalten werden. Staaten, die dauerhaft und systematisch gegen Menschenrechtsbestimmungen verstoßen oder in denen ein totalitäres Regime vorherrscht und demokratische Bestrebungen unterbunden werden, sind generell von Investitionen ausgeschlossen. Eine Einschätzung hierüber liefert z.B. das jeweils gültige Freedom House-Ranking, welches jährlich eine Bewertung zum Grad an Demokratie in allen bedeutenden Ländern der Welt erstellt. Darüber hinaus bekennt sich die Itzehoer Lebensversicherungs-AG zu dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt und investiert daher nur in Staaten, die sich gesetzlich an den Atomwaffensperrvertrag binden und diesen einhalten. Um die Bekämpfung von Korruption zu unterstützen, setzt die Itzehoer eine Mindestpunktzahl im Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index, CPI) voraus und verschärft die hier gesetzten Anforderungen regelmäßig. Die Itzehoer Lebensversicherungs-AG investiert zudem nur in Staaten, die gesetzlich an die UN Biodiversitäts-Konvention gebunden sind.
Das gilt sowohl für den direkt verwalteten Rentenbestand als auch für die Investitionen über Spezialfonds. Die Ausschlusskriterien wendet das Unternehmen auf die Neu- und Wiederanlage direkt an. Ebenso wird das Bestandsportfolio zweimal jährlich auf mögliche Verstöße untersucht. Weiterhin wird der geringfügige Anteil an Anlagen, die diese Kriterien verletzen, kontinuierlich abgebaut.